Steppenrose

Schwalbenschwänze: Balz auf blütenreichen Bergkuppen

Schwalbenschwänze gehören zu den Ritterfaltern und sind mit 7,5 cm die größten bei uns heimischen Schmetterlingsarten. In einigen Regionen sind Schwalbenschwänzesie sehr selten geworden.
Von Mitte April bis Juni kann man die Schwalbenschwänze an sonnigen Tagen beim Balzflug, „Hilltopping“ genannt, beobachten. Es findet meist auf blütenreichen Bergkuppen statt. 
Nach erfolgreicher Balz mit anschließender Paarung legt das Weibchen seine Eier dann einzeln an den Raupen-Futterpflanzen ab. Das sind: Bärwurz, Dill, Fenchel, Kleine Bibernelle, Pastinak, Sumpf-Haarstrang, (Wilde) Möhre oder Weinraute. 

Schwalbenschwänze

Seitenstreifen mit Wilder Möhre, Raupen-Futterpflanze vom Schwalbenschwanz Nachwuchs

Nach 8-10 Tagen schlüpfen kleine, schwarze Raupen, die durch einen weißen Mittelfleck wie Vogelkot aussehen. Die Raupen häuten sich alle 7- 10 Tage und legen vor jeder Häutung eine ein- bis zweitägige Fress-Pause ein. Nach einigen Häutungen verwandeln sie sich in grün-schwarz-gestreifte Raupen mit roten Punkten. Diese Raupen können bei Gefahr eine gelbe Nackengabel hervorstülpen, aus der sie dann einen unangenehmen Buttersäure Geruch entströmen lassen.
Nach 5 Wochen Raupendasein und 4 Häutungen suchen sie sich einen Platz zum Verpuppen, meist an Stängeln oder Steinen. Die Gürtelpuppen sind, je nach Jahreszeit, grün oder braun gefärbt. Bei Tageslänge unter 15 Stunden überwintern die Falter als Puppen und schlüpfen erst im nächsten Jahr ab Temperaturen um 18 Grad.
Die Sommerfalter schlüpfen nach 3 Wochen Puppenruhe.
Unter günstigen Bedingungen können bis zu 3 Schwalbenschwanz -Generationen im Jahr 
entstehen!

Schwalbenschwänze

Schwalbenschwanz-Raupenfutter Fenchel, ein Garten-Strauch

Schwalbenschwänze

Schwalbenschwanz-Raupenfutter Kleine Bibernelle