Steppenrose

Kleingarten als (Über)Lebensräume für Tiere, Kleintiere und Insekten in der Stadt

Kleingarten

Wer in der Stadt lebt und Lebensräume für sich selber, Tiere, Kleintiere und Insekten schaffen möchte, sollte sich einen Kleingarten mieten und ihn ökologisch bewirtschaften. In vielen Kleingartenvereinen gibt es freie Gärten.
Gartenarbeit macht glücklich, den Kopf frei und erdet. Durch das praktische „Tun“ und „Beobachten“ lernt man sehr viel über die Natur.
Wissen, dass heute bei vielen Menschen verloren gegangen ist. In naturnah bewirtschaftete Kleingärten finden Kröten, Frösche, Molche, Libellen, Weinbergschnecken, Vögel, Igel und zahlreiche andere kleine Garten-Helfer über und unter der Erde noch einen Platz zum Überleben.
Die meisten Kleingärten werden heute als Freizeit-Gärten mit viel Rasen, Grill, Freisitz und übergroßen Lauben kultiviert. Das entspricht nicht dem Regelwerk der Kleingärtner, wird aber meist toleriert.
Als „Öko“ sollte man Rasen und Hecken immer einigermaßen kurz halten, beim „Wildwuchs“ genügend Abstand zum Nachbargrundstück einhalten und bei besonders „heiklen“ Pflanzen, z.B. Brennnesseln die Samenstände abschneiden.
Für Städte, Tiere und Natur wäre es schön, wenn mehr Kleingärten ökologisch bewirtschaftet würden, so wie es auch vom Kleingarten Journal propagiert wird, das monatlich jeder Kleingärtner kostenlos ins Haus bekommt.
In Berlin gibt es eine ökologische Kleingartenkolonie, in anderen Städten sind 
ökologische Kleingartenkolonien eher die Ausnahme. 
Ein Kleingarten ist meist recht schnell zu finden, in vielen Vereinen gibt es Gärten, die leer stehen. Sie sind nicht so kostenintensiv, wie oft erzählt wird. Die laufenden Kosten eines Kleingartens ohne Pflanzen und Versicherungen liegen bei 12 – 15 Euro monatlich.
Viele Kleingärtner, die ihre Gärten abgeben, haben phantasievoll hohe Preisvorstellungen vom Wert ihres gemieteten Gartens und des selbstgebauten Häuschens.
Es gibt auch Gärten, die etwas verwahrlost sind mit kleineren Häuschen. Hier hat man den Vorteil, dass man den Garten fast kostenlos bekommt und alles nach seinen eigenen Vorstellungen herrichten kann.
In vielen Städten wird nach möglichen Flächen zur Bebauung gesucht. Auch einige Kleingärten-Siedlungen sind inzwischen gefährdet und damit auch die Tiere, die dort leben.

Schmetterlinge auf Nektarsuche im Öko-Kleingarten:
Aus Grünabfall wird fruchtbarer Boden