Steppenrose

Wie überwintern Schmetterlinge?

Schmetterlinge überwintern als Ei, Raupe, Puppe oder Falter oft in Bodennähe, an Pflanzenstängeln und Grashorsten, zwischen zusammengerollten Blättern, in leeren Fruchtkapseln, im Erdbodenversteck, unter Moos, Laub, Rinde oder im Blattgespinst.
Auch bei gleichen Arten kann die Überwinterung verschieden sein.

Überwinterung als Ei:
Blauer Eichenzipfelfalter, Nierenfleck-, Kreuzdorn- und Pflaumenzipfelfalter (Bläulinge) überwintern als weiß-graue Eier mit wabenartiger Struktur an den Knospen ihrer jeweiligen Futterpflanze.
Die Eier des vom Ausssterben bedrohten Weißdolch-Bläulings fallen mit den Samenkapseln der Futterpflanze (Futteresparsette) zu Boden und überwintern dann zwischen dem Laub.
Der Kommafalter überwintert als Ei an Grashorsten.

Überwinterung als Raupe:
Die Raupen von Kronwicken-, Malven- und Rotem Würfel-Dickkopffalter überwintern in versponnenen Blattgehäusen.
Mehrere Raupen des Baumweißlings verbringen den Winter zusammen in einem Blattnest am Zweig.
Die Raupen vom Storchschnabelbläuling, Brauner Feuerfalter, Kleiner- und Großer Feuerfalter (Bläulinge) überwintern in Erdnähe- als Raupe an der jeweiligen Futterpflanze, der Zwergbläuling als Raupe im Erdbodenversteck oder zwischen Grasbüscheln.
Die Raupe des Kaisermantels verbringt den Winter unter Rinden oder Moos.
Raupen von Maivogel (vom Aussterben bedroht), Großer- und Silberfleck Perlmutterfalter überwintern zwischen zusammengesponnenen Blättern im Laubstreu.
Der stark gefährdete Rote Scheckenfalter überwintert in leeren Fruchtkapseln.

Die Raupe des Kleinen Eisvogels verspinnt sich in einem Blatt an der Futterpflanze und die Raupe des Waldportiers verbringt den Winter in einer selbstgegrabenen, flachen Grube.

Überwinterung als Puppe:
Aurorafalter, Waldbrettspiel, Tintenfleckweißling und Grünaderweißling überwintern als Gürtel- oder Stürzpuppe an Pflanzenstängeln dicht über dem Boden.
Der vom Aussterben bedrohte Fetthennenbläuling verbringt den Winter als rote Gürtelpuppe an Steinen oder am Boden.
Der Würfelfalter überwintert als Puppe am Erdboden, oder an den Blättern der Futterpflanze (Schlüsselblume).
Schwalbenschwanz, Segelfalter, Kleiner-  und Großer Kohlweißling überwintern als Gürtelpuppen an Stengeln, Mauern, Steinen oder Zweigen von Bäumen.
Der Brombeerzipfelfalter (Bläuling) überwintert als Puppe in Erdbodennähe, unter Moos oder Laub.
Die Puppe des Kleinen Würfeldickkopfs verbringt den Winter im Gespinst an der Futterpflanze oder in Bodennähe.

Überwinterung als Falter:
Großer- und Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, C-Falter und Trauermantel überwintern als Falter in frostfreien, feuchten Verstecken wie (Baum) Höhlen und Kellern (bei Überwinterung auf Dachböden sterben sie oft an Austrockung)

Der Zitronenfalter verbringt den Winter im Brombeergestrüpp oder in Bodennähe zwischen hohen Gräsern. Durch ein körpereigenes Frostschutzmittel übersteht er bis -20 Grad. Er hat die längste Lebensdauer unter den Faltern- über 12 Monate- und fliegt schon im Februar. Seine erste Nahrung sind blühende Weiden.

Admiral und Distelfalter sind Wanderfalter und fliegen Richtung Süden.

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