Steppenrose

Zug der Kraniche

Kraniche leben von Frühling bis Spätsommer in Weißrussland, Sibirien und Nordeuropa. Sobald die Temperaturen dort sinken, verlassen sie diese Gebiete, um in wärmeren Regionen zu überwintern.
Der osteuropäische Zug fliegt über Ungarn nach Nordostafrika.
Der westeuropäische Zug fliegt über Deutschland bis zur spanischen Extremadura oder an den Lac Der Chantecoq in Frankreich. Anfang September erreichen die ersten Kraniche die deutsche Ostseeküste in Zingst.
Hier machen sie Zwischenstopp und blieben solange, bis es auch hier kälter wird.
Sie stärken sich mit Getreidekörnern, Mais, Insekten, Würmern, kleinen Fischen, Eicheln oder Mäusen. Abends fliegen sie zu nahe gelegenen Seen, um in den geschützten Randbereichen 
zu übernachten.
Wenn es Ende Oktober kälter wird, starten die Kraniche zum Weiterflug Richtung Süden. Dabei bevorzugen sie sonnige Tage mit Wind aus östlicher Richtung. Das stärkste und erfahrenste Tiere fliegt an der Spitze der V- Formation. Während des Fluges, bei Gefahr oder beim Balzen verständigen sich die Tiere durch die bekannten Kranichrufe.
Wenn das Wetter umschlägt beenden sie die Reise und machen einen Zwischenstopp, der auch einige Tage oder Wochen andauern kann. Meist suchen sie auf abgeernteten Maisfeldern nach Maisresten.
Beim Beobachten von Kranichen sollte man ca. 300 Meter Abstand halten, sonst flüchten sie und verbrauchen dabei viel Energie.
Rastgebiete in der norddeutschen Tiefebene sind neben dem großen Rastgebiet im
Linumer Bruch bei Berlin auch Buchhorst im Drömling, nicht weit entfernt von WOB.
30 km südöstlich von Vechta waren ebenfalls Kranichgruppen auf abgeernteten Maisfeldern zu sehen. Auffällig ist, dass sie nur in bestimmten Regionen/Breitengraden rasten. 20 km weiter sieht man keinen einzigen Kranich, obwohl die Bedingungen genauso gut oder besser sind.
Woran orientieren sich Kraniche und andere Zugvögel bei ihrer Reise in den Süden? Am Magnetfeld der Erde, an der Sonne, den Sternen oder können sie sich Teile der Landschaft einprägen?

Nach erfolgreicher Überwinterung fliegen die Kraniche Mitte März bis Anfang April in Balzstimmung wieder zu ihren Brutgebieten in Finnland, Skandinavien, Weißrussland und Sibirien zurück, um dort ihre Jungen aufzuziehen.
Kraniche werden auch Vögel des Glücks genannt!
Weitere Rastplätze
Rast- und Überwinterungsplätze
Rast- und Überwinterungsplätze in Europa



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.