Steppenrose

Dicke Luft in der Stadt? Pflanzen können Feinstaub- und Stickoxide abbauen

Nadel- und Laubbäume mit rauen, behaarten Blättern können Feinstaub aus der Luft filtern, Nadelbäume mit dicker, fettiger Wachsschicht flüchtige, organische Verbindungen aufnehmen und Laubbäume mit großen, glatten Blättern können Stickoxide filtern.

Eine abwechslungsreiche Stadtbepflanzung mit Bäumen, Hecken, immergrünen Nadelbaumarten, Dach- und Fassadenbegrünung kann die Stadtluft wesentlich verbessern und die Bildung von Ozon verringern. (Ozon bildet sich aus Stickoxiden und flüchtigen, organischen Verbindungen bei Sonne und hohen Temperaturen )
Bäume vor Wohnhäusern sind besonders wichtig, um die Luft für die Hausbewohner zu reinigen.

Fassadenbegrünung mit Efeu

Um eine gute Filterwirkung zu erreichen, sind Anordnung und Höhe der Pflanzen wichtig: Straßenfeinstaub kann durch eine niedrige Heckenbepflanzung am Straßenrand gehalten und vorgefiltert werden.
Fassaden- und Dachbegrünungen reinigen die Stadtluft, ohne viel Fläche zu verbrauchen. Eine Fassadenbegrünung mit Efeu z.B bildet auf 1 m²  3 – 8 m² Blattfläche. Damit kann es
6 Gramm Feinstaub aus der Luft filtern.
Feinstaub- und Stickoxide des Straßenverkehrs erreichen oft erst hunderte Meter weiter die Baumkronen, wo sie dann erst abgebaut werden können.

Moos kann ebenfalls als Luftreiniger eingesetzt werden, z.B. an Autobahnen.

Feinstaub ist nicht ungefährlich. Durch die Lunge können ultrakleine Staubpartikel in den Blutkreislauf gelangen und Herz- und Kreislauferkrankungen auslösen. Anwohner von vielbefahren Straßen haben ein erhöhtes Herzinfarkt– und Schlaganfall Risiko.

Feuerwerk

Nach dem Osterfeuer gibt es eine hohe Feinstaubbelastung und nach dem Silvesterfeuerwerk schnellen die Werte bis auf 10.000 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter an.
http://www.sueddeutsche.de/thema/Feinstaub
http://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx

Feinstaub kann aus Verbrennung von fossilen Energieträgern stammen, aus offenen Kaminen, Grillfeuern, Holzheizungen, dem Abrieb von Bremsen oder Autoreifen, aber auch von Erde, Pollen, Sand, Tier- oder Pflanzenresten, die mit dem Wind in die Städte geweht werden. In jeder Stadt gibt es Feinstaub-Messstellen, wo darauf geachtet wird, dass die Feinstaubwerte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht an mehr als 35 Tagen über 50 Mikrogramm liegen. Sobald die Werte höher sind, müssen Gemeinden aktiv etwas dagegen tun. Meist werden Fahrverbote im Innenstadtbereich ausgesprochen, die Fahrbahnen häufiger nass gereinigt und bessere Luftfilter in Industrie oder von Privat eingesetzt.

In geschlossenen Räumen entsteht Feinstaub durch Zigaretten, Kerzen, bei offenem (Kamin) Feuer oder durch Kochen. Oft sind die Werte noch höher als draußen. Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen, Schulen, bei Feiern und durch Rauchen, wenig lüften und wischen kann die Innenraumbelastung bis zu 1000 Mikrogramm betragen. Hier können Pflanzen eingesetzt werden, damit es nicht zum Sick-Building Syndrom kommt.
Zimmerpflanzen als Luftreiniger

http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/59496/
http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/innenraumluft/feinstaub-in-innenraeumen

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.