Steppenrose

Totenstille! Warum sind in großen, blühenden Rapsfeldern kaum Insekten unterwegs?

Rapsblüten sind für Bienen, Hummeln, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten beliebte Nektar- und Pollenpflanzen.

Rapsblühstreifen:
Für Insekten werden häufig Rapsblühstreifen angelegt. Dort sind während der Blüte viele Bienen, Hummeln, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten unterwegs, um Nektar und Pollen zu sammeln. Hier herrscht reges Treiben, es summt und brummt.

Rapsfelder:
Ein krasser Gegensatz dazu sind große Rapsfelder. Auf den meisten Feldern ist es während der Rapsblüte auffällig still, totenstill. Es sind kaum Bestäuberinsekten und Käfer zu sehen. Liegt das an den „Pflanzenschutzmitteln“, die in der „konventionellen Landwirtschaft“ verwendet werden?

Einsatz von „Pflanzenschutzmitteln“ bei Raps in der konventionellen Landwirtschaft:
Vor der Einsaat wird meist das Totalherbizid „Glyphosat“ auf den Stoppelfeldern ausgebracht, um sich das Umpflügen zu sparen.
Einige Tage später kann ausgesät werden. Meist wird mit Neonicotinoiden gebeiztes Saatgut verwendet. Die gebeizten Samenkörner geben während des gesamten Pflanzenwachstums Neonicotinoide an die Umgebung ab. Neonicotinoide landen in den Böden und sind auch in den Pflanzen selber zu finden. Guttationstropfen dieser Pflanzen sind giftig, wenn sie von Insekten getrunken werden.
Während der Blüte wird Raps meist noch einmal mit Insektiziden behandelt, um Rapsglanzkäfer, Rapsstängelrüssler und Gefleckten Kohltriebrüssler zu vernichten, die Rapsblüten und Rapsstengel zum Fressen gern haben. Die während der Blüte ausgebrachten Insektizide werden vermutlich nicht nur diese Käferarten vernichten, sondern die gesamte Insektenpopulation, die sich während dieser Zeit auf dem Rapsfeld befindet. Egal, ob bienengefährlich oder bienenfreundlich, es erwischt jeden Käfer. Und frühmorgens oder abends, wenn bienengefährliche Insektizide ausgebracht werden dürfen, schlafen Hummeln, (Marien)Käfer und andere Insekten oft in den Blüten und werden gleich mit getötet.
Die ausgebrachten Insektizide werden auch häufig mit Fungiziden gegen Pilzkrankheiten kombiniert.
Später, kurz vor der Ernte, erfolgt meist noch eine Totspritzung mit Glyphosaten, um die Ernte trocken einfahren zu können.


Kommentare 
 

#3 „Pflanzenschutzmittel“ — Weber, Prof. 2016-06-04 04:42

Man achte einmal auf das Wort“Pflanzenschutzmittel“…. .das zeigt in verheerenden Maße, wie wir „vernunftbegabte“ Menschen denken, wie wir unser Tun beschreiben von dem, was wir tun….dass dabei Käfer, Hummeln, Bienen und alle anderen auch nützliche Insekten getötet werden. Ganz zu schweigen von Vögeln, die diese vergifteten Insekten fressen……wir spritzen uns zu Tode….!! und alle anderen mit…. H Weber, 2016

 

#2 RE: Totenstille! Warum sind in großen, blühenden Rapsfeldern kaum Insekten unterwegs? — Ole 2016-05-29 08:04

…und genau deshalb ist es wichtiger denn je die Petition über die Neuzulassung von Glyphosat zu unterschreiben. Ein Link dazu gibt es hier: https://www.energyscout.eu/petition-gegen-eu-vorschlag-monsantos-glyphosat-fuer-weitere-15-jahre-zuzulassen

 
 

#1 Insektizide auf Felder — Carmen Weitzel 2016-05-25 20:59

Erst tötet der Mensch das Leben um sich herum, und zum Schluss, ist er selber dran. Denn ohne die Natur, kann auch der Mensch nicht exestieren.

 

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