Steppenrose

Hauptrichtstätte Lechlumer Holz

Der höchste Punkt im Lechlumer Holz zwischen Stöckheim und Wolfenbüttel war um 1600 die Haupthinrichtungsstätte des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel für Diebstahl, Mord, politische Delikte und für „Hexen“.

Heute ist das Gebiet von Wald bedeckt. Im Mittelalter standen dort Galgen, Räder und Hexenpfähle.
Oft  brannten 10, 12 und mehr „Hexen“ Feuer zur gleichen Zeit. Die Hexen-Pfähle dort sollen an einen Wald erinnert haben, oft brannte es auch in der Nacht. Von allen Teilen des Herzogtums wurden die „Hexen“ dorthin gekarrt. Ihre „Schandtaten“, die sie unter Folter gestanden hatten, wurden noch einmal der schaulustigen Menge vorgelesen, dann wurden sie lebendig verbrannt und ihre Asche unter den Galgen verstreut.

Das Gebiet liegt auf dem höchsten Punkt parallel zum Feldweg, der früher eine vielbefahrenen Heerstraße war.
Die Hinrichtungsstätte bestand aus 2 erhöhten Quadrate 48 m L und 18,5 m B, umgeben von einem 1,3 m tiefen Graben.

Die meisten Gerichtsakten sind leider verschwunden. Um 1759 wurden die Hinrichtungen nach Wendessen verlegt.
Ein Gedenkstein erinnert an die ehemalige Hinrichtungsstätte.
http://www.denkmalpflege.bsl-ag.de/index.php?id=129
http://de.wikipedia.org/wiki/Hohes_Gericht_am_Lechlumer_Holz

Hauptrichtst 2

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